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Landnahme Kanaans

Mit „Landnahme Kanaans“ werden jene Ereignisse nach dem Auszug aus Ägypten und der anschließend erfolgten Wüstenwanderung zusammengefasst, die zur Niederlassung der Stämme Israels entweder im Zeitraum von etwa 1230–1208 v.u.Z. oder während der Regierungszeiten von Thutmosis III. bis Amenophis II. (15. Jahrhundert v.u.Z.) in Kanaan geführt haben sollen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Landnahme_Kanaans


Num.21,25-26: "Also nahm Israel alle diese Städte und wohnte in allen Städten der Amoriter, zu Hesbon und in allen seinen Ortschaften. Denn Hesbon war die Stadt Sihons, des Königs der Amoriter, und er hatte zuvor mit dem König der Moabiter gestritten und ihm all sein Land abgewonnen bis zum Arnon"

Das Buch Josua berichtet von der Eroberung der Gebiete westlich des Jordans. Diese Ereignisse sollen um das Jahr 1230 v.u.Z. stattgefunden haben. Darin wird die Einnahme und Brandschatzung von Jericho und Ai erzählt.
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Jos.6,1: "Jericho aber war verschlossen und verwahrt vor den Kindern Israel, daß niemand aus oder ein kommen konnte"
Jos.6,20: " Da machte das Volk ein Feldgeschrei, und man blies die Posaunen. Denn als das Volk den Hall der Posaunen hörte, machte es ein großes Feldgeschrei. Und die Mauer fielen um, und das Volk erstieg die Stadt, ein jeglicher stracks vor sich. Also gewannen sie die Stadt"

Jericho: keine Besiedlung im 13. Jhr. v.u.Z., unbedeutend im 14. Jhr. v.u.Z.
(Israel Finkelstein, Neil A. Silbermann "Keine Posaunen von Jericho")

Jos.8,2: "Du sollst mit Ai und seinem König tun, wie du mit Jericho und seinem König getan hast, nur daß ihr ihren Raub und ihr Vieh unter euch teilen sollt. Aber stelle einen Hinterhalt hinter der Stadt"

Von der direkten Zerstörung durch Feuer wird in der Bibel nur in drei Fällen berichtet: die Städte Jericho und Ai im südlichen Kanaan und Hazor im Norden. Da Jericho wie alle kanaanäischen Städte unbefestigt war, gab es keine Stadtmauern.
Ai war vom Ende des 4. Jt. v.u.Z. bis etwa 2400 v.u.Z. besiedelt. Der erst um etwa 1200 v.u.Z. wieder aufgebaute Ort hatte Dorfcharakter und wurde nach etwa 150 Jahren von den Bewohnern verlassen. Ein Zerstörungshorizont ist für diese Epoche nicht erkennbar. Joseph Callaway vermutet, dass die um 1200 v.u.Z. wie Ai im Bergland erbauten Dörfer im Zusammenhang der Seevölker standen. Die neuen Bewohner gehörten ursprünglich zum Küstenland Palästinas. Sie gründeten kurze Zeit nach Ankunft der Seevölker im Rahmen ihres Umzugs in den Bergregionen kleinere Ortschaften.
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Die Eroberung weiterer südkanaanäischer Städte folgte:

Jos.10,28: "Desselben Tages aber gewann Josua auch Makkeda und schlug es mit der Schärfe des Schwerts, dazu seinen König, und verbannte es und alle Seelen, die darin waren, und ließ niemand übrigbleiben und tat dem König zu Makkeda, wie er dem König zu Jericho getan hatte."

Jos.10,29: "Da zog Josua und das ganze Israel mit ihm von Makkeda gen Libna und stritt dawider."
Jos.10,31: "Darnach zog Josua ... nach Lachis und belagerten und bestritten es"
Jos.10,34: "Und Josua zog ... gen Eglon und belagerte und bestritt es"
Jos.10,36: "Darnach zog Josua ... gen Hebron und bestritt es"
Jos.10,38: "Da kehrte Josua wieder um ... gen Debir und bestritt es"

Jos.11,11: "Und sie schlugen alle Seelen, die darin waren, mit der Schärfe des Schwerts und verbannten sie, und er ließ nichts übrigbleiben, das Odem hatte, und verbrannte Hazor mit Feuer."

Für andere Städte werden weniger eindeutige Begriffe wie „dem Untergang weihen“ , „eingenommen“, „besiegt“ und ähnliches verwendet. Gesicherte Erkenntnisse liegen über die Zerstörung der Stadt Hazor um das 13. Jhr. vor. Die Stätte wurde in den 1950er Jahren von Yigael Yadin und in den 1990er Jahren von Amnon Ben-Tor ausgegraben, der einen monumentalen kanaanäischen Palast entdeckte. Der Palast weise auffällige Spuren eines starken Brandes auf, und mehrere darin befindliche Statuen ägyptischer Herkunft seien absichtlich verstümmelt worden. Als Verantwortliche für diese Zerstörung vermutete Ben-Tor aber nicht die frühen Israeliten, selbst wenn zur Zeit keine besseren Kandidaten dafür denkbar seien.
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Die Zerstörung der kanaanäischen Gesellschaft erfolgte jedoch allmählich und im Verlauf von mehr als 100 Jahren
(Israel Finkelstein, Neil A. Silbermann "Keine Posaunen von Jericho")

Nur einige der wenigen Städte und Ortschaften im Ostjordanland, die in den Büchern Numeri und Josua genannt werden, sind identifiziert und ausgegraben worden. Für Heschbon (Tell Heshbâ), Jahaz/Jahza (vielleicht Khiriat Libb); Dibon (Dhibân) sind Spuren späterer Besiedlung und keine Zerstörung für die Bronzezeit nachgewiesen worden. Für diese Städte wird aber auch in der Bibel von keiner Zerstörung berichtet: Sie seien Schauplatz von Kampfhandlungen gewesen; sie seien eingenommen und ihre Bevölkerung massenweise getötet worden. Spuren der Zerstörung sind in einer kanaanäischen Stadt in Tell el-῾Umeiri gefunden und um das 13. Jhr. v.u.Z. datiert worden. Weder die Stadt noch die Zerstörer derselben sind aber bislang identifiziert worden.
Für mehrere Städte, die nach dem Buch Josua von den Israeliten eingenommen wurden, sind Zerstörungen nachgewiesen. Der gegenwärtigen Mehrheitsmeinung unter Archäologen zufolge fanden diese jedoch zu unterschiedlichen Zeiten statt, so bei Jericho um 1550 v.u.Z. und bei Hazor um 1300 v.u.Z.

Auch für die Städte jenseits des Jordans, zum Beispiel Hebron und Debir (Tell er-Rabud), sind Spuren einer flächendeckenden Zerstörung um das 13. Jhr. v.u.Z. im Allgemeinen nicht nachgewiesen.
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Philisterstädte Asdod und Ekron
Im 13.Jhr. v.u.Z. war Asdod ein wohlhabendes, kanaanäisches Zentrum unter ägypt. Einfluss. Asdod wurde zur Zeit Ramses III. durch Feuer zerstört. Die Philister gründeten auf den Ruinen Städte, die im 12. Jhr. v.u.Z. erneut wohlhabend waren, allerdings mit einer anderen materiellen Kultur. Die ägyptisch-kanaanäischen Merkmale waren durch Ägäische abgelöst.
(Israel Finkelstein, Neil A. Silbermann "Keine Posaunen von Jericho")

Tell el-Armana -Zeit
Etwa 300 in Tell el-¿Amarna (1887) gefundene Keilschrift-Tafeln des 14. Jhr. v.u.Z. enthalten Teile der diplomatischen Korrespondenz der Pharaonen der Amarna-Zeit mit mehreren Fürsten des kanaanäischen und syrischen Raums. Die Briefe, die auch Berichte und Anweisungen von ägyptischen Beamten enthalten, erwähnen die ḫabiru, die als Räuber bezeichnet werden.
In der Forschung des 20. Jahrhunderts ist ¿apiru bzw. „Hebräer“ als Volksname, als Bezeichnung für eine niedrige soziale Schicht oder für lose zusammenhängende ethnische Gruppierungen, denen die Israeliten angehört haben sollen, betrachtet worden.
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Ägyptische und altorientalische Quellen berichten von zwei Gruppen Außenseitern am Rande der Besiedlung der kanaanäischen Städte: die (H)apiru und die Schasu. Wobei die Schasu wohl den Nomaden am Grenzgebiet Kanaans und des Ostjordanlandes zugeordnet werden können. Q1

Teils Briefe von kanaanitischen Stadtstaaten, die ägyptische Vasallen unter ägyptischer Verwaltung waren. Die kanaanäischen Städte waren vorwiegend befestigte Verwaltungssitze für die Führungsschicht ohne Stadtmauern. (Spätbronzezeit, 14. Jhr. v.u.Z.)
Vielleicht 100.000 Sesshafte. Ein König von Jerusalem bat den Pharao um 50 Mann "um das Land zu schützen".
Bereits im 16.Jhr. v.u.Z. verarmte der ländliche Bereich der kanaanäischen Gesellschaft und leitete damit den späteren Zerfall der städtischen Kultur ein.

Immer wenn in den Landwirtschaft betreibenden Siedlungen der Kanaanäer die Wirtschaft etwas zum Erliegen kam und kein Getreide mehr zum Handel über war, mussten die umliegenden Hirtennomaden Sesshaftigkeit annehmen, um zu ihrer gewohnten, aber sehr fettigen, Nahrung aus Milch (von Ziegen und Schafen) und Fleisch, das zusätzlich benötigte Getreide zu erhalten. So geschehen um 3500-2200 v.u.Z., um 2000-1550 v.u.Z. und um 1150-900 v.u.Z.. Aus der letzten Sesshaftigkeitsperiode heraus etablierte sich dann das frühe Israel. Q1
Die großen kanaanäischen Städte (Jericho, Bethel, Lachisch, Hazor) lagen weit abseits von den bewaldeten Bergregionen des frühen Israels.
(Israel Finkelstein, Neil A. Silbermann "Keine Posaunen von Jericho")

Stager zufolge sind 93 % aller im 12.–11. Jahrhundert bewohnten Siedlungen des palästinischen Berglandes neue unbefestigte Dörfer. Die meisten wurden über mehrere Generationen bis hin in die Königszeit bewohnt. Für diese Siedlungen, die als früh- oder protoisraelitisch bezeichnet werden, sind eine Reihe Merkmale identifiziert worden, die als Anzeichen für die ethnische Einheitlichkeit der Bevölkerung dieser Region interpretiert werden.
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Die Besiedlung der Berglandregion (das Gebiet der biblischen Stämme Juda, Benjamin, Ephraim und Manasse) setzte erst in der Eisenzeit (ca. 12.-11.Jhr. v.u.Z.) ein, während man für die Bronzezeit kein Besiedlungsspuren fand.
Die alte kanaanäische materielle Kunst unterschied sich deutlich von der materiellen Kultur der neuen Dörfer, wobei das Neue deutlich einfacher gehalten war.
(Israel Finkelstein, Neil A. Silbermann "Keine Posaunen von Jericho")

Um 1200 v.u.Z. vollzog sich im westjordanischen Bergland ein Wandel. In den zuvor nur sehr dünn besiedelten Gebieten des judäischen Berglandes im Süden, bis zum Bergland von Samaria im Norden, weitab der kurz vor ihrem Zerfall stehenden kanaanäischen Städte, entstanden plötzlich an die 250 Gemeinden auf den Bergspitzen. Zwar kann man der Bewölkerung noch keine ethnische Identität zuordnen, aber ihre Dörfer waren ununterbrochen bis in die Königszeit hinein besiedelt.
Im Unterschied zu gleichartigen Siedlungsstrukturen im Gebiet von Ammon, Moab und Edon finden sich in den frühen israelitischen Bergdörfern keine Schweineknochen. Dies stellt ggf. den eizigen Anhaltspunkt einer spezifischen, gemeinsamen Identität der Dorfbewohner des Westjordanlandes dar, wobei unterschiedliche Kochgewohnheiten und Speißevorschriften Mittel sind, um ethnische Unterschiede zu errichten.
Die ersten Israeliten tauchten um 1200 v.u.Z. als Hirten und Bauern im Bergland auf. Frühe Besiedlungsstufen lassen darauf schließen, das sie vorher Hirtennomaden waren.

"Der Aufstieg des frühen Israels war ein Ergebnis des Zusammenbruches der kanaanäischen Kultur, nicht ihre Ursache. Die meisten Israelis kamen nicht von außerhalb Kanaans, sondern aus seiner Mitte heraus. Es gab keinen Massenauszug aus Ägypten, ebensowenig wie eine gewaltsame Einnahme Kanaans. Die frühen Israeliten waren ursprünglich Kanaanäer."

Auf dem Höhepunkt der Besiedlung der Bergdörfer um 1000 v.u.Z. betrug die Bevölkerung wohl nur um die 45.000 Menschen. Es gab keine öffentlichen Bauten, Paläste und Tempel. Es gab keien schriftlichen Dokumente, keine Siegel, oder Siegelabdrücke. Es gibt keine erkennbare Bestattungsgebräuche oder Indizien für einen eigenen Kult. Nur in einem Dorf fand sich eien bronzene Stier-Figurine, die auf den kanaanäischen Kult schließen lässt. Weder importierte Luxusgüter, noch Waffen wurden entdeckt. Ebenfalls fehlen Befestigungsanlagen um die Dörfer, wodurch auch keine Anzeichen für gewalttätige Angriffe bestehen.
Auf dem Höhepunkt der weiteren Besiedlung nach Gründung Judas und Israels, zählte die Bevölkerung der Bergdörfer im 8.Jhr. v.u.Z. bereits etwa 160.000 Mesnchen.
(Israel Finkelstein, Neil A. Silbermann "Keine Posaunen von Jericho")

zusammen fassend:
Der Archäologe Israel Finkelstein hat die Auffassung vertreten, dass Israel als Ergebnis des „Wieder-Sesshaft-Werdens“ von Teilen der kanaanäischen Bevölkerung, die in der Krisenperiode der späten Bronzezeit nomadisch geworden waren, entstanden sei. Die sich ansiedelnde Bevölkerung habe eine langsame Migration in Richtung der westlichen Teile Kanaans vollzogen und den archäologisch nachgewiesenen Bevölkerungszuwachs im palästinischen Bergland der frühen Eisenzeit verursacht. Anlass des Übergangs zu einem sesshaften Bauernleben sei das Zusammenbrechen des Gleichgewichts zwischen den im 12. Jahrhundert in Kanaan sesshaften und nomadischen Teilen der Bevölkerung gewesen, das wegen der gesunkenen Produktion von landwirtschaftlichen Gütern von Seite der kanaanäischen Dörfer stattgefunden habe und die Nomaden dazu gezwungen hätte, Landwirtschaft zu betreiben, um Getreide zu erzeugen. Im Gegensatz zu beispielsweise philistäischen Bergdörfern wurden in den Siedlungen im west-jordanischen Bergland keine Schweineknochen gefunden, was Finkelstein als Indiz für die Ausbildung einer gemeinsamen Identität durch Speisevorschriften wertet.
Finkelsteins Hypothesen sind durch weitere israelische Archäologen wie Adam Zertal, Moshe
Kochavi und Shlomo Bunimovitz übernommen worden.
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